Franz Schubert
Ellen’s Gesang I, D. 837
Raste Krieger! Krieg ist aus
Schlaf den Schlaf, nichts wird dich wecken
Träume nicht von wildem Strauß
Nicht von Tag und Nacht voll Schrecken

In der Insel Zauberhallen
Wird ein weicher Schlafgesang
Um das müde Haupt dir wallen
Zu der Zauberharfe Klang

Feen mit unsichtbaren Händen
Werden auf dein Lager hin
Holde Schlummerblumen senden
Die im Zauberlande blühn

Raste Krieger, Krieg ist aus
Schlaf dеn Schlaf, nichts wird dich wecken
Träume nicht von wildеm Strauß
Nicht von Tag und Nacht voll Schrecken

Nicht der Trommel wildes Rasen
Nicht des Kriegs gebietend Wort
Nicht der Todeshörner Blasen
Scheuchen deinen Schlummer fort

Nicht das Stampfen wilder Pferde
Nicht der Schreckensruf der Wacht
Nicht das Bild von Tagsbeschwerde
Stören deine stille Nacht
Doch der Lerche Morgensänge
Wecken sanft dein schlummernd Ohr
Und des Sumpfgefieders Klänge
Steigend aus Geschilf und Rohr

Raste Krieger! Krieg ist aus
Schlaf den Schlaf, nichts wird dich wecken
Träume nicht von wildem Strauß
Nicht von Tag und Nacht voll Schrecken