Franz Schubert
Die Sterne
Du staunest, o Mensch, was heilig wir strahlen?
O folgtest du nur den himmlischen Mächten
Vernähmest du besser, was freundlich wir winken
Wie wären verschwunden die irdischen Qualen!
Dann flösse die Liebe aus ewigen Schalen
Es athmeten alle in reinen Azuren
Das lichtblaue Meer umschwebte die Fluren
Und funkelten Sterne auf den heimischen Thalen

Aus göttlicher Quelle sind alle genommen
Ist jegliches Wesen nicht eines im Chore?
Nun sind ja geöffnet die himmlischen Thore
Was soll denn das bange Verzagen noch frommen?
O wäret ihr schon zur Tiefe geklommen
So sähet das Haupt ihr von Sternen umflogen
Und spielend ums Herz die kindlichen Wogen
Zu denen die Stürme des Lebens nicht kommen