[Songtext zu „Du Hure 2009 (Elfenbeinturm)“]
[Part 1]
Gefühle lauwarm, kein „Ja“, kein „Nein“
Relativ, Zeit zu geh'n, ich Einstein
Sie trägt ihren Trotzblick, den „Ist mir scheißegal“-Blick
Es macht in mei'm Kopf klick, ich sage: „Dann war's des“
Schulterzucken, mehr nicht, bin gegang'n, wer nicht?
Mit jedem Schritt weg von hier, alles entfärbt sich
Bin fertig mit den Nerven, muss laufen, muss rauchen
Muss saufen, muss mich verstecken in mir
Muss mich abkapseln von außen, muss irgendwas kaufen
Muss unter Menschen schwimmen, im Nachtleben tauchen
Seh' mich von außen, dunkle Gestalt straucheln
Schwarzer Trenchcoat, Soundtrack, weißes Rauschen
Unsichtbar hinter mir ein Umhang aus Gefühlsabfäll'n
Will ihn abhängen, abstreifen, abstell'n
Der Mond projiziert ihr Gesicht in die dunkelgrauen Regenschauer
Unterlauf'nen Wolken mit den Hundeaugen
[Hook]
Du siehst mich an und sagst, ich müsste Lippen lesen
Der Einzige, der an uns geglaubt hat, bin ich gewesen
Wir schweigen nur, denn ich weiß nicht mehr, was Liebe ist
Weiß nur, dass den Elfenbeinturm jemand niederriss
Du siehst mich an, ich wünscht, du könntest Lippen lesen
Denn meine Gedanken schrei'n dir zu, dir einen Strick zu nehmen
Du denkst, dass man einfach immer alles kriegt im Leben
Wenn man nur bereit ist, immer einen Fick zu geben
[Part 2]
Was für ein Abturn, was für ein abgefuckter Tag
In ei'm abgefuckten Monat, in ei'm abgefuckten Jahr
In ei'm abgefuckten Leben, abgefuckte Seele
Die sich nur auseinandersetzt mit abgefuckten Them'n
Mit sechzehn glaubt ich fest, auf alles einen Fick zu geben
Alles ma' mitzunehm'n, ist alles in mei'm Blick zu seh'n
Wenn es mir scheiße geht, schreib' ich meine besten Songs
Depressive Stimmung, keine Liebe, Miese-Brise-Songs
Schrieb viel zu viel davon, sitze auf dem Grunde des Brunnens
Schreibe Schreie, lass' die Wunde verstummen
[Hook]
Du siehst mich an und sagst, ich müsste Lippen lesen
Der Einzige, der an uns geglaubt hat, bin ich gewesen
Wir schweigen nur, denn ich weiß nicht mehr, was Liebe ist
Weiß nur, dass den Elfenbeinturm jemand niederriss
Du siehst mich an, ich wünscht, du könntest Lippen lesen
Denn meine Gedanken schrei'n dir zu, dir einen Strick zu nehmen
Du denkst, dass man einfach immer alles kriegt im Leben
Wenn man nur bereit ist, immer einen Fick zu geben
[Part 3]
Auf einmal steht sie da, das Gesicht verheult
Schminke läuft, läuft, läuft, läuft
Augen schwarz und groß, guckt von unten her
Blick fest, voll ins Schwarze, meine Augen unversehrt
Enge Leggings, tiefer Ausschnitt, Riesenauftritt
In ihren Augen „Sorry“ in lila Laufschrift
Der alte Trick: Versöhnungsfick
Verdräng' kurz das Wissen, dass „Wir“ unmöglich ist
Danach Stille, schlechtes Gewissen
Die Gewissheit kommt, ich erbrech' mich ins Kissen
[Hook]
Du siehst mich an und sagst, ich müsste Lippen lesen
Der Einzige, der an uns geglaubt hat, bin ich gewesen
Wir schweigen nur, denn ich weiß nicht mehr, was Liebe ist
Weiß nur, dass den Elfenbeinturm jemand niederriss
Du siehst mich an, ich wünscht, du könntest Lippen lesen
Denn meine Gedanken schrei'n dir zu, dir einen Strick zu nehmen
Du denkst, dass man einfach immer alles kriegt im Leben
Wenn man nur bereit ist, immer einen Fick zu geben